Abiturprüfung 2018

Für die Abiturprüfung 2018 ist folgender Zeitplan vorgesehen:

Schriftlicher Teil:
Mathematik                    02.05.2018
3. Abiturprüfungsfach    07.05.2018
Deutsch                         11.05.2018
Kolloquiumsprüfungen:
Erste Prüfungswoche:      Montag, 04.06. mit Freitag, 08.06.2018
Zweite Prüfungswoche:    Montag, 11.06. mit Freitag, 15.06.2018

Praktische Prüfungen wenn möglich nicht vor dem    19.03.2018
Mündliche Prüfungen bis spätestens                           22.06.2018
Entlassung der Abiturienten                                         29.06.2018

Zeugnisse und Prüfungen

Abgesehen von Sonderregelungen (z.B. bei Abschlussklassen) gelten im Bereich der allgemein bildenden öffentlichen Schulen und staatlich anerkannten Privatschulen folgende
Zeugnistermine:

• Das Zwischenzeugnis wird am letzten Unterrichtstag der zweiten vollen Woche im Februar ausgestellt, d.h. aufgrund der Frühjahrsferien im Schuljahr 2017/2018 am 23.
Februar 2018.
• Das Jahreszeugnis wird am letzten Unterrichtstag des Schuljahres ausgestellt, d.h.
im Schuljahr 2017/2018 am 27. Juli 2018.

Ferientermine 2017/2018

Angegeben sind jeweils der erste und letzte Ferientag:
Allerheiligen:     30.10.2017 bis 03.11.2017
Weihnachten:   23.12.2017 bis 05.01.2018
Frühjahr:           12.02.2018 bis 16.02.2018
Ostern:             26.03.2018 bis 07.04.2018
Pfingsten:         22.05.2018 bis 02.06.2018
Sommer:          30.07.2018 bis 10.09.2018

Sonstige unterrichtsfreie Tage in Bayern:
Tag der Dt. Einheit:       03.10.2017 (Di)
Buß- und Bettag:          22.11.2017 (Mi)
Tag der Arbeit:              01.05.2018 (Di)
Christi Himmelfahrt:     10.05.2018 (Do)

Busticket für Schüler der Q11/12

Der Gesetzgeber sieht für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 11 keinen Beförderungsanspruch mehr vor, weil mit Beendigung der 10. Jahrgangsstufe die Schulpflicht erfüllt ist. Es gibt jedoch Ausnahmen.

Unter welchen Voraussetzungen besteht Kostenfreiheit für die Beförderung von Schülern auch über die 10. Klasse hinaus?

  • Der Schüler kommt aus einer Familie, die für drei oder mehr Kinder Kindergeld bezieht.
  • Der Schüler ist aufgrund einer dauernden Behinderung auf Beförderung angewiesen.
  • Der Schüler kommt aus einer Familie, die unter die Sozialklausel fällt (zum Beispiel Bezieher von Leistungen nach dem SGB II – Arbeitslosengeld II oder Hartz IV).

Grundlage:
BayRS 2230-5-1-K
Art. 3 Kostenregelung

„Das neue Gymnasium“

Auszug aus einem Schreiben des Ministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst an die Schulleitung zur Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums (April 2017)

zusammengefasst von Bettina Dörr, Mitglied des Elternbeirats

„Das neue bayerische Gymnasium“

„…Ziel des Weiterentwicklungsprozesses ist ein langfristig tragfähiges Modell für die  Zukunft des bayerischen Gymnasiums. Dieses muss einerseits aktuellen  Herausforderungen Rechnung tragen – zu nennen wäre hier z.B. die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche oder die gestiegene Bedeutung von Werte- und Persönlichkeitsbildung … oder der politischen Bildung. Andererseits gilt es, auf geänderte Erfordernisse wie die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft pädagogische Antworten zu finden“

Vorgesehen ist die  Einführung eines 9-jährigen Gymnasiums (einschließlich einer Möglichkeit zur „Individuellen Lernzeit“) zum Schuljahr 2018/19 unter Einbeziehung der Jahrgangsstufen 5 und 6.

Es wird ausdrücklich betont, dass die Einführung des neuen neunjährigen Gymnasiums keineswegs mit einer Rückkehr zum G9 alter Prägung gleichzusetzen ist. Man will versuchen, pädagogische Errungenschaften der letzten Jahre, die sich im 8-jährigen  Gymnasium bewährt haben, beizubehalten.

 Aktueller Planungsstand der inhaltlichen Zielvorgaben für die Weiterentwicklung

Das neue bayerische Gymnasium…

  • … soll auf einem langfristig tragfähigen Konzept mit breiter gesellschaftlicher Akzeptanz auf der Basis eines grundständigen G9 beruhen.
  • … soll auf den vier Säulen Lehrerbildung, Lehrplan, Gymnasialpädagogik und Individuelle Lernzeit fußen. Zum letztgenannten Punkt zählen insbesondere die Möglichkeit, Lernzeit am Gymnasium differenziert zu gestalten, und das Angebot gebundener, rhythmisierter Ganztageszüge.
  • … soll eine schlüssige pädagogische Antwort auf die gewachsene Heterogenität der Schülerschaft geben.
  • … soll eine organische neunjährige Konzeption unter konzeptioneller Einbeziehung der Oberstufe ermöglichen – „Gymnasium aus einem Guss“.
  • … soll die Chance eröffnen, die in den vergangenen Jahren an allen anderen Schularten geschaffene Möglichkeit individuelle unterschiedlicher Lernzeit auch am bayerischen Gymnasium in geeigneter Weise anzubieten.
  • … soll Raum und Zeit schaffen für einen vertieften Kompetenzerwerb – auch durch zusätzliche Inhalte.
  • … soll die Beantwortung wichtiger inhaltlicher und pädagogischer Herausforderungen für junge Erwachsene im 21. Jahrhundert ermöglichen.

Konzeptionelle Eckpunkte „Mehr Qualität – Mehr Zeit – Mehr Individualität“

  1. Der bewährte Qualitätsanspruch bleibt gesichert
    „das bayerische Abitur bleibt Maßstab in Deutschland.“

Neun Jahre Lernzeit von Jahrgangsstufe 5 bis 13 – „Gymnasium aus einem Guss“

    Die zweite Fremdsprache setzt weiterhin in Jahrgangsstufe 6, das Profil der Ausbildungsrichtungen in Jahrgangsstufe 8 ein.

Nach Jahrgangsstufe 10 wird der Mittlere Schulabschluss erreicht, die „neue“ Jahrgangsstufe 11 bildet künftig die Einführungsphase der Oberstufe.

  1. Individuelle Lernzeit
    Schüler (=Schülerinnen und Schüler) sollen ihre Lernzeit bis zum Abitur an jedem Schulstandort individuell verkürzen können („Überholspur“).

Im Rahmen eines auf zwei Jahre angelegten strukturierten Förder- und Begleitangebots sollen diese Schüler in Zusatzkursen vorbereitet werden:

  • Die Schule stellt durch geeignete Maßnahmen sicher, dass Schüler rechtzeitig informiert, gezielt angesprochen und entsprechend beraten werden.
  • Sie erhalten strukturierte Förder- und Begleitmodule.
  • Die betreffenden Schüler können am jeweiligen Schulstandort bis zur Jahrgangsstufe 10 in derselben Klasse verbleiben.
  • Schüler, die die Lernzeit verkürzen, soll eine Lehrkraft als spezieller Ansprechpartner (=Mentor) zur Verfügung stehen.
  1. Optionales Auslandsjahr (Internationalisierung)
    Schüler können sich im neuen bayerischen Gymnasium unter Inanspruchnahme von Förderangeboten auch auf einen Auslandsaufenthalt vorbereiten.
  1. Eröffnung neuer konzeptioneller Möglichkeiten
    Die zusätzliche Lernzeit soll einerseits für Vertiefung und zusätzliche Wiederholung, auch zur Behandlung zusätzlicher Inhalte im Sinne eines vertieften Kompetenz­erwerbs genutzt werden.
  1. Innovative Konzeption der „neuen“ Jahrgangsstufe 11 (= Einführungsphase der Oberstufe)
    In der Vorbereitung auf die Qualifikationsphase der Oberstufe sollen verstärkt vorwissenschaftliche Kompetenzen erworben werden, Vorverlagerung des P-Seminars und die Neuakzentuierung der beruflichen Orientierung. Raum für digitale und politische Bildung und die Möglichkeit für die Teilnahme an Begabtenförderungs­angebote.
  1. Stundentafel
Jgst. 5 6 7 8 9 10 11
Summe Pflichtunterricht 30 30 + 1 30 + 1 30 30 + 0,5 33 32 + 2
  1. Lehrplan
    Lehrplan für Jgst. 5                        kein Änderungsbedarf
    Lehrplan für Jgst. 6                        nahezu kein Änderungsbedarf
    Lehrplan für Jgst. 7 – 10                liegen im September 2018 vor
    Lehrplan für Jgst. 11 – 13              liegen im September 2019 vor
  1. Zeitschiene
    Umstellung aufwachsend ab dem Jgst. 5 und 6 im Schuljahr 2018/19, d.h. Übertritt ab September 2017 an das neue bayerische Gymnasium (mit neun Schuljahren).

 

 

 

 

Fundierte Struktur für G9

Das neue G9 braucht eine fundierte Struktur

LEV lehnt Flickwerk bei der Ausgestaltung der gymnasialen Bildungszeit ab

Die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV) ist erleichtert über die gestrige Entscheidung der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, sich auf ein grundständig neunjähriges Gymnasium in Bayern festzulegen. Gleichwohl kritisiert die LEV-Vorsitzende Susanne Arndt: „Angesichts der seit Jahren geführten Diskussion um G8 versus G9 erschließt sich den Eltern nicht, warum die CSU-Abgeordneten so lange Zeit benötigt haben, in dieser Frage eine eindeutige Haltung zu entwickeln. Die Entscheidung für das G9 entspricht dem überwältigenden Votum bayerischer Gymnasialeltern.“

Der immer wieder verzögerte Zeitplan der CSU-Fraktion lässt vermuten, dass die Bildungspolitik in Bayern von CSU-interner Ranküne gehemmt ist.

Solche Politikspiele darf sich die Mehrheitsfraktion in der nun zwingend erforderlichen Phase der Ausarbeitung einer tragfähigen und zukunftsgerichteten Struktur für das kommende G9 nicht erneut erlauben. Die LEV verweist in diesem Zusammenhang auf die desaströse Einführung des G8, in deren Folge die Gymnasien allein gelassen waren, weil keine belastbaren Konzepte zur Verfügung gestellt wurden.

Die LEV hat mit Freude zur Kenntnis genommen, dass die von Kultusminister Dr. Spaenle präsentierten Absichten zur Ausgestaltung des Gymnasiums fast alle Forderungen enthält, die in der LEV entwickelt worden sind und seit Jahren in die politische Diskussion getragen wurden. In der Skizze des Kultusministeriums zum G9 finden sich z.B. Anklänge an die LEV-Konzepte zur Ausgestaltung der 11. Jahrgangsstufe als Überspringerklasse
bzw. als Zeitraum für Auslandssemester und einer Berufs- und Studienorientierung, die Verstärkung der politischen Bildung bereits ab der Mittelstufe oder die Basierung des künftigen G9-Lehrplans auf dem bereits ausgearbeiteten, kompetenzorientierten Lehrplan Plus.

Susanne Arndt: „Bei näherer Betrachtung entsprechen die bisher bekannten Details des ministeriellen Entwurfs dem LEV-Konzept. Allerdings vermissen wir Aspekte, die unbedingt zu dem Gesamtbild des bayerischen Gymnasiums gehören.“ Die bisher vorliegenden Verlautbarungen aus dem Kultusministerium weisen erhebliche Lücken auf. Deshalb fordert die LEV:

  • Die Schülerinnen und Schüler, die jetzt das G8 absolvieren, benötigen weiterhin intensive Begleitung während ihrer gesamten Schullaufbahn. Diese Generation darf unter dem Eindruck der künftigen Entwicklungsarbeit keinesfalls aus dem Fokus der Pädagogen geraten.
  • Die individuelle Förderung muss alle Schülerinnen und Schüler umfassen und zu diesem Zweck deutlich ausgebaut werden. Die LEV lehnt eine einseitige Elitenförderung ab, wie sie in den Mitteilungen des Kultusministeriums anklingt. Selbstverständlich brauchen besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler eine intensive Betreuung, damit sie ihre Potenziale voll entwickeln können. Auch eine Beschränkung auf die Förderung der leistungsschwachen Gymnasiasten wäre nicht zielführend. Es stattdessen unbedingt erforderlich, alle Schülerinnen und Schüler optimal zu fördern. Alles andere ist eine
    unverantwortliche Vergeudung von Ressourcen.
  • Die Intensivierungsstunden müssen in unverändertem Umfang erhalten bleiben. Sie brauchen eine tragfähige und zielgerichtete Struktur. Dafür müssen Lehrer-Planstellen an jeder Schule geschaffen werden. Die Vorschläge aus dem Ministerium sprechen lediglich von „Intensivierungsstunden in bestimmtem Umfang“. Diese Einschränkung ist inakzeptabel.
  • Die bayerischen Schulen dürfen nicht in der medialen Steinzeit verharren. Angesichts der rasanten Entwicklung technischer Kommunikationsformen eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten für innovative Unterrichtsformen. Ein erster Zugang ergibt sich mit der Einführung digitaler, interaktiver Schulbücher, die nicht länger hinausgezögert werden darf.
  • Der Freistaat muss bereits jetzt neue Lehrerinnen und Lehrer einstellen, um den künftigen Aufgaben gerecht werden zu können. Es ist nicht zu verantworten, sich erst dann um Pädagogen zu kümmern, wenn bereits Lücken in der Versorgung entstanden sind.
  • Die Schulen müssen uneingeschränkt ermächtigt sein, Ganztagszüge in der offenen oder gebundenen Form anzubieten. Die Entscheidung kann nur regional nach Bedarf erfolgen, da die Bedürfnisse bzw. die Infrastruktur in verschiedenen Siedlungsräumen (Stadt-Land-Unterschied) sehr disparat sind.

Die grundsätzliche Entscheidung für das G9 war überfällig und sehr wichtig. LEV-Vorsitzende Susanne Arndt: „Wir haben mit dieser Entscheidung lediglich den ersten Schritt eines Weges gemacht, der uns künftig intensiv beschäftigen wird. Deshalb besteht für die beteiligten Politiker nicht der geringste Grund, sich lobend auf die eigenen Schultern zu klopfen. Die LEV wird den Prozess uneingeschränkt und mit kritischem Blick begleiten. Die Expertise der Eltern steht der Staatsregierung auch weiterhin zur Verfügung.“

Falls weitere Fragen entstehen, kontaktieren Sie bitte den LEV-Pressebeauftragten Bernd Hein unter der Telefonnummer 08124 9190577.

Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums

LEV Pressemitteilung PM 4-2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie bestimmt schon den Medien entnommen haben, hat die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag das Konzept von Staatsminister Dr. Spaenle zur Einführung eines grundständig neunjährigen Gymnasiums in Bayern (einschließlich einer Möglichkeit zur „Individuellen Lernzeit“) zum Schuljahr 2018/19 unter Einbeziehung der Jahrgangsstufen 5 und 6 angenommen, das nun noch vom Ministerrat und im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens auch vom Bayerischen Landtag verabschiedet werden muss.

Derzeit werden noch viele Detailfragen in Gesprächen mit den Vertretern der Schulfamilie zu klären sein, aber wir freuen uns sehr, dass viele Eckpunkte des „neuen bayerischen Gymnasiums“ den Forderungen der LEV Resolution der Mitgliederversammlung 2017 entsprechen. Wir sind besonders darüber erleichtert, dass die 47 Pilotschulen der „Mittelstufe Plus“ für drei weitere Schuljahrgänge ihr Angebot fortsetzen dürfen, um einen nahtlosen Anschluss an das neunjährige Gymnasium zu gewährleisten.

Dem beigefügtem KMS, das heute an alle Gymnasien verschickt wurde, können Sie alle derzeit bekannten Informationen zur geplanten Gestaltung des neuen bayerischen Gymnasiums entnehmen. Die LEV wird auch weiterhin – ungeachtet der Laufzeit des Gymnasiums – den Prozess der Weiterentwicklung des Gymnasiums uneingeschränkt und mit kritischem Blick begleiten.

Sobald uns weitere Informationen vorliegen, werden wir Sie unverzüglich darüber unterrichten.

Mit freundlichen Grüßen
Susanne Arndt

Eltern votieren für G9

Bayerische Eltern votieren für ein G9 mit neuem Lehrplan

Die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. (LEV) hat zwischen dem 21. Dezember 2016 und dem 17. Januar 2017 eine groß angelegte Befragung ihrer Mitglieder durchgeführt. Die Eltern waren aufgerufen, sich zwischen dem G9 und G8 sowie der vom Kultusministerium favorisierten Festlegung einzelner Gymnasien auf eine neunjährige Laufzeit mit dem bisher geltenden G8-Lehrplan zu entscheiden.

An der Umfragen nahmen 36 537 Wahlberechtigte teil. Sie gaben 32 725 gültige Stimmen ab.

Auf das G9 entfielen 26 537 Stimmen und damit eine mehr als deutliche Zweidrittelmehrheit von 79,69 Prozent. Für das G 8 stimmten 3 747 Eltern und damit 11,17 Prozent. Auf die von Kultusminister Spaenle konstruierte Zwitterlösung entfielen 3 103 Stimmen, damit 9,14 Prozent.

LEV-Vorsitzende Susanne Arndt kommentiert das Ergebnis: „Dies ist ein klares Votum der Eltern. Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese Entscheidung politisch umgesetzt wird und Bayern ein solides und gut geplantes Gymnasium bekommt.“

Die IKG-Eltern stimmten wie folgt ab:
163x für G9 = 81,91 %
25x für  G8 =12,56 %
11x für „Konzept Spaenle“ = 5,53 %

Zusätzlich zum G9 fordert die LEV erneut:

  • Es muss ein neuer und sinnvoll strukturierter Lehrplan entstehen, der von den Jahrgangsstufen 5 bis 13 reicht. Es ist sinnvoll, ihn auf dem Lehrplan Plus aufzubauen und angemessene Kompetenzziele dafür zu formulieren.
  • Es ist unabdingbar, die individuelle Förderung auszubauen – und zwar an allen Gymnasien.
  • Die Intensivierungsstunden müssen beibehalten werden und benötigen ein sinnvolles Konzept.
  • Für die Klasse 9 und 10 fordert die LEV zusätzliche Intensivierung, an der u. a. besonders leistungsfähige Schüler teilnehmen. Sie erhalten damit die Option nach der 10 Klasse direkt in die Q-Phase einzutreten.
  • Die Oberstufe soll ab Jahrgangsstufe 11 beginnen und die Q-Phase ab der Jahrgangsstufe 12.
  • Die Jahrgangsstufe 11 soll zu einer typischen „Überspringer-“, „Auslands-“ und Neigungsklasse ausgebaut werden.
  • Es müssen vertiefende Fächer angeboten werden, die in den Klassen 12 und 13 an ein Abiturfach gekoppelt sind. Möglich ist z.B., das dritte schriftliche Abiturfach vor der Q-Phase wählen zu lassen und dann – ähnlich wie in Mathematik und Deutsch – darin vertieften Unterricht zu erteilen.
  • Die Option auf Ganztagszweige soll in jedem Fall erhalten bleiben.
  • In den Klassen 10 – 12 soll das Fach Sozialkunde verpflichtend sein.

Diese Forderungen verbindet die LEV mit der dringenden Empfehlung an die Politik, die Modularität in den Klassen 8 bis 10 auszugestalten (wie es der BLLV angeregt hat). Die Gymnasien müssen außerdem zukunftsfähig gemacht werden, indem das Kultusministerium sich nun endlich dazu entschließt, Lernlandschaften (4.0 digitalisiert) flächendeckend einzuführen und interaktive digitale Schulbücher in den Schulen zu genehmigen und anzuschaffen.

Schüler-Stellprobe in Bussen

Ort: Ignaz- Kögler- Gymnasium, Busparkplatz
Datum: 20.10.2016, 11:00 Uhr

Teilnehmer:
Elternbeiräte: Herr Gartner, Frau Wengermaier (beide DZG), Frau Heimann , Herr Bonitz (beide JWR) , Frau Vogt, Frau Schüßler (beide IKG)
Landratsamt: Herr Winkler
Busunternehmen: Herr Eisele, Herr Schneider
Schulleiter IKG: Herr Storz

Um zu erfahren, wie viele Schülerinnen und Schüler sinnvollerweise in Bussen unterschiedlicher Größe Platz finden, wurden aus der Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe des IKG je 2 Klassen zu einer Stellprobe vor dem Gymnasium versammelt.

Im ersten Bus (Gelenk) mit einer Kapazität von 137 Personen (Sitz- bzw. Stellplätze) konnten max. 110 Schüler Platz finden.

Der zweite Bus (Kapazität 96 Plätze, hoher Einstieg) war nur für max. 92 Schüler geeignet.

Im drietten Bus (Kapazität 84 Plätze, niederer Einstieg) gab es nur für max. 78 Schüler Platz.

Erkenntnis: Die von der zuständigen Behörde genehmigte Personenbeförderungszahl für Busse ist bei Mitnahme von Schülern bis zu 15% überhöht.

Um den Bedarf einer Linie zu bestimmen, werden vom Landratsamt die Schülerbeförderungszahlen an die entsprechenden Busgesellschaften weitergegeben. Allerdings können darin nicht die Zahl der Schüler der Oberstufe, FOS, BOS, Waldorfschule und der Asylanten einfließen, da diese Zahlen im Landratsamt nicht erfasst werden und auch deutlich schwanken. Die Vertreter der beiden Busgesellschaften erklären, dass

  • immer in der 1. Oktoberwoche Schülerzählungen auf den verschiedenen Linien durchgeführt werden. Falls erforderlich werden dann Busse unterschiedlicher Größen getauscht oder Verstärkerbusse eingesetzt.
  • die angegebenen Kapazitäten nicht ausgeschöpft werden (Firma Schneider: Bus mit der Kapazität 137 für ca. 95 Schüler).

Leider gibt es im Landkreis Landsberg bei der Busbeförderung auch schwarze Schafe, die nicht auf diese Bedarfsfälle reagieren. Daher wurde ein Anliegen/Melde- Formular erstellt, damit durch diese dann eine Häufung von Vorfällen erfasst und dokumentiert werden kann. Dadurch verspricht man sich eine bessere Handhabe bei unzuverlässigen Busgesellschaften.

Es bleibt zu überlegen, ob die Elternbeiräte über die LEV erreichen können, dass die angegebenen Kapazitätszahlen von den entsprechenden Zulassungsbehörden an die Realität angepasst und nach unten korrigiert werden.

Die Elternbeiräte des IKG bedanken sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihr Kommen, für die Bereitstellung der Busse und für die Organisation der Schüler.

Mit freundlichen Grüßen
C. Schüßler